Trolle

Der Begriff Troll kommt aus dem Nordischen und meint Unholde und Zauberwesen. Diese mystischen Wesen sind unheilbringend und machen den Menschen gerne das Leben schwer. Doch Trolle leben nicht nur in sagenumwobenen Wäldern oder treiben ihren Schabernack in den Heimen friedlicher Bewohner. Sie tummeln sich auch in den Weiten des World Wide Web. Dort können Trolle ebenso anonym werken, wie ihre mystischen Verwandten und schreiben mit Wohlwollen ihre Meinungen zu Themen, deren einziges Ziel es ist, Aufsehen zu erregen und schlechte Stimmung zu verbreiten. Kein Troll ist wirklich an den Beitragsinhalten interessiert. Viel spannender ist es da, die Leser mit Trollpostings oder sogenannten Flamebaits zu provozieren, zu sabotieren oder schlicht zu nerven. Sie finden sich in ihrer grenzenlosen Ausdrucksfreude vielerorts, in Chaträumen, Foren, Blogs oder Mailinglisten. Ein Troll freut sich am meisten über Flames, wütende Antworten und sieht sich mitunter in der Rolle des Aufrührers von Missständen denn als Provokateur.

Trolle machen Unfug

Unangemessenes Troll- Verhalten angemessen zu sanktionieren ist problematisch. Die Anonymität des Internets lässt kaum Möglichkeiten, die betreffenden Personen aufzuspüren. Außerdem sind die Möglichkeiten von Troll-Unfug nahezu unendlich groß, bei dem breiten Angebot an Foren und Chats. Kommt man dem Troll dann doch auf die Schliche und erreicht beim Seitenbetreiber eine Sperrung des Accounts oder Nicknames, wird sich schlicht neu angemeldet und der Spuk geht von Vorne los. Bei gezielten Provokationen ist es darüber hinaus schwierig, dem Übeltäter eine Alleinschuld nachzuweisen. So oder So, die Thread-Atmosphäre ist zerstört. Folgender Umgang wird empfohlen:"Don´t feed the trolls!" ("Trolle bitte nicht füttern"). Oder werfen Sie der kleinen Nervensäge virtuelle Kekse zu. Trollpostings sollten vom User am Besten ignoriert werden, denn so wird es dem Troll langweilig zu agieren.

Maßnahmen bei Unfug von Trollen

Eine Vielzahl der Foren- und Chatbetreiber handelt nicht aktiv gegen Trollverhalten. "Redefreiheit" wird gestattet, auch kontroverse Themen werden toleriert, auch auf die Gefahr hin, dass die betreffenden Communities irgendwann voller Trollposts hinterlassen werden. Forenbetreiber setzen zur Milderung dieser Gefahr oft Moderatoren ein, die die Trolle im Zaum halten sollen und sie gerne mal zum Picknick auf die Trollwiese verbannen. Hier können sie sich austoben, ohne andere Nutzer zu stören. Auch administrativ lassen sich durch Graufärbung, Beitragsverschiebungen, negativen Rankings oder Löschungen die Anzahl der Trollbeiträge reduzieren. Die Rechtslage ist schwierig. Viele Fragen auf Seiten der Forenbetreibern zu möglichen Reaktionen und deren Auswirkungen bleiben unbeantwortet, da das Internetrecht sich rasant Entwickelt und dadurch schwer zu durchschauen ist.